Kostenlose Tablets für Schülerinnen und Schüler: Anregung des Kreiselternrates aus dem roten Rucksack im SPD-Regierungsprogramm verankert

Um die Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit zu verbessern, sind eine digitale Lehrmittelfreiheit sowie kostenlose Tablets für alle Schülerinnen und Schüler in den heutigen digitalen Zeiten dringend notwendig. Das sehe ich genau wie der Kreiselternrat Verden. Die Idee des Kreiselternrates habe ich deswegen in meinem roten Rucksack mit in die Landespolitik genommen. Im SPD-Landesvorstand konnte ich erreichen, dass die Idee im Entwurf des neuen Regierungsprogramms zur Landtagswahl verankert wurde. Am 22. Mai hat der SPD-Landesparteitag in Hildesheim den SPD-Regierungsprogrammentwurf mit dieser Idee beschlossen. Die dort verankerte Idee ist, dass das Land auf Kosten des Landes einen Leasing-Vertrag mit einem externen Anbieter abschließt. Dieser Anbieter soll gleichzeitig auch die Wartung der Geräte übernehmen.

 

Auszug aus dem am 22. Mai 2022 beschlossenen SPD-Regierungsprogramm für 2022 bis 2027:

„Digitales Lernen ist für uns ein klarer Bestandteil einer modernen Schule. Deswegen wollen wir die Medienbildung für die Schülerinnen und Schüler stärken und Teilhabe für alle ermöglichen. Gerechtigkeit in der Digitalisierung beginnt dabei beim Gerät. Wenn manche Eltern sich das beste Gerät leisten können und andere gar keines, dann ist bereits dadurch die Chancengleichheit der Kinder gefährdet. Deshalb streben wir die digitale Lernmittelfreiheit für Niedersachsen an, die die entsprechenden 1 Endgeräte und die Bereitstellung von inhaltlichen Angeboten umfassen soll. Wir beginnen dabei mit dem digitalen Endgerät, das wir jedem Kind anbieten. Wenn alle das gleiche Schul-Tablet nutzen, dann lässt es sich auch leichter lernen und nahtlos in den Unterricht integrieren. Deswegen werden wir alle Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen  mit einem persönlichen digitalen Endgerät, also einem Tablet, ausstatten. In  den Jahrgängen 1 und 2 werden die Lehrkräfte die Schülerinnen und Schüler an den Umgang mit eigenen Geräten heranführen – mit Hilfe von schuleigenen Geräten. Ab Jahrgang 3 erhalten dann alle Schülerinnen und Schüler ein eigenes digitales Endgerät. Für dieses Vorhaben wird das Land die digitalen Endgeräte von einem externen Anbieter leasen und so den Schülerinnen und Schüler zur Verfügung stellen. Hierdurch wird die Wartung der Geräte durch den externen Anbieter erfolgen, sodass weder Schulen noch Schulbehörden das dafür notwendige Personal vorhalten müssen. Nach einer mehrjährigen Nutzung sollen die Tablets durch neue Geräte ausgetauscht werden, damit die Geräte immer auf dem neusten Stand bleiben.

Einhergehend mit der Ausstattung der Schülerinnen und Schüler mit Endgeräten werden wir für die Bereitstellung der inhaltlichen Angebote auch den Ausbau der Niedersächsischen Bildungscloud (NBC) weiter als wichtigste Gesamtlösung für das gemeinsame digitale Lernen voranbringen. Zudem streben wir die flächendeckende Einführung des Unterrichtsfachs Informatik an weiterführenden Schulen an.

Das Lernen mit digitalen Medien wird in Niedersachsen so zur Normalität und gleichzeitig stetig weiterentwickelt. Bei allem gilt als oberster Grundsatz: Jegliche Technik dient der Pädagogik.“